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Warum ein Brustgeschirr?

  • Gesundheit unseres Hundes wird nicht beeinträchtigt

Durch den Zug des Halsbandes können Halswirbelsäule, Kehlkopf, Schilddrüse, aber auch die oberen Atemwege beeinträchtigt werden. Verspannungen der Muskulatur können zur gleichen Symptomatik wie beim Menschen führen: Kopfschmerz, Schwindelgefühl, Blockierungen und Schmerzen in der Wirbelsäule. Eine wissenschaftliche Studie belegt die Erhöhung des Augeninnendrucks durch den Zug des Halsbandes, das kann zu Schädigungen des Auges führen. Der Hund kann uns seine Beschwerden jedoch nicht direkt mitteilen. Unwohlsein und Schmerzen können somit auch ein Grund für Abwehrverhalten sein.

  • Die soziale Kommunikation wird nicht verfälscht

Der Halsbereich spielt in der sozialen Kommunikation der Hunde untereinander eine wesentliche Rolle. Der Hund teilt sich seinen Artgenossen überwiegend über Signale der Körpersprache mit und das meistens schon über einen Distanz von mehrerem Metern. Zu diesen Signalen gehören, neben vielen anderen Signalen, das Senken und Wegdrehen des Kopfes. Manipuliert der Mensch den Halsbereich durch Halsband und Leine, völlig ohne Absicht, kann es zu Missverständnissen und damit unangemessenen Reaktionen kommen.

  • Durch ein Brustgeschirr wird das Erlernen unerwünschter Verhaltensweisen vermieden und das Risiko von Fehlverknüpfungen vermindert

Hunde lernen vor allem über Assoziation, das heißt über unbewusste und bewusste gedankliche Verknüpfung. Alles, was in einer bestimmten Situation wahrgenommen wird, wird miteinander in Verbindung gebracht und mit der empfundenen Emotion zusammen im Gehirn gespeichert. In der nächsten gleichen oder ähnlichen Situation wird auf diese Erfahrung zurückgegriffen und entsprechend der abgespeicherten Emotion reagiert.
Wird der Hund im Halsbereich gezogen oder geruckt, führt das zu unangenehmen, schmerzhaften Empfindungen. Diese können dann mit den in dieser Situation anwesenden Menschen, Hunden, Tieren, Objekten, Geräuschen oder anderen Umwelteindrücken negativ verbunden werden.
Auch das Ziehen an der Leine kann unerwünschte Folge vom Tragen eines Halsbandes sein. Der Hund kann nicht verstehen, dass er selbst derjenige ist, der zieht. Er versucht sich den unangenehmen Empfindungen im Halsbereich zu entziehen. Zug erzeugt Gegenzug, den Oppositionsreflex: Unser Hund setzt den Gegenzug ein, um dem Zug am Hals zu entkommen. Oder der Hund ignoriert die Empfindungen im Halsbereich, weil das Ziehen für ihn ein erfolgreiches Verhalten ist: er muss nur ordentlich ziehen, dann kommt er an die Schnüffelstellen seiner Wahl oder dort hin wohin er gerade möchte.
Wechselt der Mensch immer wieder zwischen verschiedenen Führhilfen z.B. Halsband und Geschirr, wird das Lernen unnötig erschwert und Missverständnisse sind die Folge. So bekommt der Hund immer wieder wechselnde Informationen. Aber auch der Mensch macht es sich unnötig schwer, weil er ja das optimale Handling von zwei verschiedenen Führhilfsmitteln erlernen muss.

Mit einem gut sitzenden Brustgeschirr können Missverständnisse vermieden werden!
Links zum Thema »Brustgeschirr«

www.freundschaft-hund.com/tipp_geschirr.php

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